|
Monteverdi Marittimo
Monteverdi Marittimo ist ein reizvoller, auf
einem Hügel erbaute Ort. Er ist nur 5 km
entfernt und war einst römische Provinz, in der
Nähe gibt es noch Überreste der alten
Römerstraße sowie eines antiken Palastes. Der
Ort liegt etwas abseits der Touristenströme und
hat eine sehr schöne mittelalterliche Struktur
mit engen Gassen, unzähligen Treppen aus
Naturstein und herrlichen Hausfassaden. Die
Bewohner sind offen, spontan und ausgesprochen
Gastfreundlich. Die Küche ist rustical,
bietet viele Wild gerichte mit typischen Zutaten
der Gregend an. |
Castagneto Carducci

Castagneto Carducci wirkt mit seinen engen Gassen, den
schönen, alten Häusern und herrlichen Torbögen heute noch wie im
Mittelalter. Von der Stadt hat man eine faszinierende Aussicht auf die
fruchtbare Ebene zwischen dem mit dichtem, mediterranem Buschwald
überzogenem Vorgebirge und dem Meer. Hinter der üppigen Pinien ward erstreckt
sich ein breiter, kilometerlanger Sandstrand, der bereits mehrfach mit
der blauen Fahne ausgezeichnet wurde. Hier liegt Marina di
Castagneto, auch Marina di Donoratico genannt, ein Badeort, dessen
ältestes Bauwerk aus dem Jahre 1786 ist. Marina di Donoratico
ist heute ein
lebendiger Ort mit Geschäften, zahlreichen Restaurants, Sport- und
Freizeitanlagen sowie dem Freizeitpark Cavallino Matto. |
Bolgheri

Von Bolgheri wissen wir,
dass es Zentrum eines grossen Anwesens war, dem sogenannten "Sala ducis
Allonis", welches spaeter in das herzogliche Erbe einging und somit in
den Besitz der Gherardesca ueberging. Ziel zahlreicher Belagerungen und
Pluenderungen im 15. und 16. Jhdt., durchlebte Bolgheri seine schwerste
Zeit nach dem ungluecklichen Sieg des Kaisers Maximilian I, als es sich
nach einer heldenhaften Verteidigung dem uebermaechtigen kaiserlichen
Heer beugen musste. Bei dieser Schlacht wurde Bolgheri vollstaendig
gepluendert und niedergebrannt, waehrend die Bevoelkerung,
hauptsaechlich Alte, Frauen und Kinder, die sich in die Kirche
gefluechtet hatten, abgeschlachtet wurde.
In der ersten Haelfte
des 15. Jhdts. wurde der Ort wieder aufgebaut und trotz vielfaeltiger
Umbauten behielten die Burg und der Ort, in den man durch einen einzigen
grossen Torbogen eintritt, ihren urspruenglichen Charakter. Die Zeit
scheint hier stehen geblieben zu sein: Hier ist der Wechsel der
Jahreszeiten noch durch die Abfolge der Farben der angrenzenden Felder
und Huegel gekennzeichnet. Seine Bekanntheit verdankt Bolgheri in erster
Linie dem Gedicht von Carducci "Vor Sankt Guido", an die beruehmte
Zypressenallee, die ebenso wie der Friedhof mit dem Grab von Nonna Lucia
ein nationales Denkmal ist. |
Marina di Castagneto Carducci

Dieser Ort liegt direkt
hinter einem dichten Pinienwald entlang der Kueste, welcher in der ersten
Haelfte des 20.
Jhdts.
gepflanzt wurde, um die Aecker im Hinterland vor dem starken Wind und
dem Meer zu schuetzen. Der Ort entwickelte sich in den fuenfziger Jahren
in der Naehe einer Festung aus dem 16.Jhdt., welche von der lorenischen
Regierung errichtet worden war, um die Verteidigung und Integration der
toskanischen Kueste besser auszubauen. Marina di Castagneto ist einer
der bekanntesten Kuestenorte der etruskischen Kueste mit vielen
Touristenattraktionen, wie z.B. dem groessten Vergnuegungspark der
Toskana, dem "Cavallino Matto".
An dem weitlaeufigen Sandstrand liegen viele Strandbaeder, waehrend im
Sueden und im Norden grosse freie Sandstraende sind, die taeglich
gesaeubert werden und wo man nach wie vor die Bluete der Meereslilie und
anderer Wegespflanzen bewundern kann. Die Gemeinde Castagneto hat fuer
ihren Einsatz im Umweltschutz verschiedene wichtige Auszeichnungen
erhalten, wie z. B die "Bandiera Blu" (die blaue Fahne) und die
Auszeichnung von der Umweltorganisation "Legambiente" als Oeko-Ferienort. |
|
Volterra
Volterra
ist mit seiner reizvollen Lage sicherlich eine der abwechslungsreichsten
Staedte der Toskana. Die grosse geschichtliche Bedeutung verbunden mit
der herrlichen Natur, die von der Morfologie ueber die Vegetation bis
zur Fauna reicht, stellt tatsaechlich ein stattliches Erbe dar.
Volterra
ist seit den Zeiten der Etrusker bis ans Ende des 18.Jhdts. eine
Hochburg der Kunst und der Kultur gewesen mit Kunstwerken und Monumenten
groesster Bedeutung, die schlichtweg durch die Strassen schlendernd
bewundert werden koennnen. Sie sind aber auch in den diversen Museen,
wie dem etruskischen Museum, der Pinakothek, dem Museum fuer heilige
Kunst und dem Alabastermuseum aufgehoben.
Zusammen
mit diesen Monumenten laesst sich die unberuehrte Landschaft geniessen,
wo die Lebensqualitaet noch menschlich ist und sich eine Handwrkskunst
entwickelt hat, die einzigartig in der Welt ist: Die Verarbeitung des
Alabasters. |
|
Was gibt es in der Stadt zu sehen?

Heutzutage praesentiert
sich Volterra als eine Stadt mit mittlealterlichem Charakter, in der es
noch moeglich ist, die Atmosphaere eines antiken Zentrums zu geniessen.
Die Erhaltung ihres antiken Charakters ist seiner relativ isolierten
Lage zu verdanken, die eine industrielle Entwicklung in Grenzen hielt,
so dass auch die modernen Bauten fehlen, die sonst die wirtschafltiche
Entwicklung begleiteten.
Das moderne Volterra
ist fast vollstaendig innerhalb der Stadtmauern der 12. Jhdts
eingeschlossen, welche sie maximale urbane Ausbreitung der Stadt
darstellt. Diese Entwicklung hatte ihren Ursprung um das Jahr 1000 und
endete Anfang des 12.Jhdts. mit der Errichtung der Verteidigungssysteme
um die Haupttore der Stadt. Diese Entwicklung kann man auch heute noch
am heutigen Umriss erkennen; Die Zeit der Spaetantike (5.Jhdt) zeichnet
sich heute durch die Burg, Porta all'Arco, Via Roma, Via Buonparenti,
Via dei Sarti und Via di Sotto ab, fuehrt also praktisch um die
urspruengliche Kirche Santa Maria (heutzutage Kathedrale) herum und his an
den angrenzenden "pratus episcopatus", heute Piazza dei Priori,
wohingegen ausserhalb der Festung nach 1000 das Viertel Santa Maria
entstand, heute Via Ricciarelli, im rechten Winkel zu den Festungsmauer,
und dem Viertel Abate, heute Via dei Sarti, das parallel zur Mauer
verlaeuft.

An den Seiten der Wiese
erheben sich die "Incrociate", beeindruckende Turmkonstruktionen, welche
ein deutliches Zeichen fuer die Entwicklung der Stadt in Richtung Osten,
Westen und Norden darstellen. Sie sind das "crux viarum" der Buomparenti,
Sant'Angelo und der Baldinotti.
Im Laufe des 12.Jhdts.
wird auf dem "pratus episcopatus" nicht nur das "domus comunis" (Palazzo
dei Priori 1208) angrenzend an die Absidis des Domes erbaut, sondern es
werden auch die Grenzen der Piazza abgesteckt und die Hoehe der Tuerme
je nach Viertel detailliert angegeben. In der Achse mit dem Palazzo dei
Priori erhebt sich nach einem typisch toskanischen Brauch des
Staedtebaus der Piazza S. Giovanni, an welchen saemtliche Gebauede mit
kirchlicher Bedeutung angrenzen: Die Kathedrale, das Baptisterium, Casa
dell' Opera, das Krankenhaus Santa Maria, und der Friedhof (heute vie
Turazzi).
Der
heutige Kreis der Stadtmauer schloss bis vor einigen Jahren fast die
gesamte Stadt ein, die im Laufe der Jahrhunderte keine grosse
staedtische Entwicklung erlebt hat, so dass sie wenig veraendert ist mit
ihren vier mittelalterlichen Vierteln, die mit der Stadt durch
ansteigende Strassen verbunden sind. Die vier Viertel sind S.
Alessandro, auf der Via delle Saline mit Blick auf das Cecina-Tal, das
Viertel S. Lazzaro, auf der Strasse nach Florenz und Siena, S. Stefano
und S. Giusto, das am weitesten von der Stadt enfernte Viertel, in der
Naehe der Abhaenge (Balze), angefuehrt von der maechtigen Kirche zu
Ehren ihres Patrons. Dieses Viertel ist das typische Viertel von
Volterra, so dass mit der Bezeichnung "die Viertel" gemeinhin das
Viertel von S. Giusto gemeint wird.
Ende des 19.Jhdts. und
in den ersten 30 Jahren des 20.Jhdts wurde in der Gegend des Viertels S.
Lazzaro die grosse psychiatrische Klinik gebaut, die heute zu einem
modernen Krankenhaus umfunktioniert worden ist und wo sich die Architektur des
fruehen 20. Jhdts mit der Architektur des Faschismus vermischt.
Im Viertel S. Lazzaro
kann man auch den alten Bahnhof besichtigen, der 1912 eingeweiht wurde,
und von wo aus Volterra ueber gewagte Bruecken mit der Stadt Saline di
Volterra verbunden wurde. |
|